ethnologik.de

Die Film Ag zeigt am Dienstag, den 24. April um 20 uhr c.t. in Raum Eoo6 (Hgb):

Sans Soleil
von Chris Marker
Frankreich 1983, OmeU, 100 min.

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Der Film Sans Soleil (1983) von Chris Marker ist eher experimenteller Essay-Film als Dokumentation und doch ist sein Inhalt dokumentarischer Art. Die Bilder beruhen auf Aufnahmen, die Marker bei seinen Weltreisen der 50er und 60er Jahre selbst filmte - in Japan, Madagaskar, Island, Paris und America. Der Film begründet eine neue Form, Realität filmisch zu erfassen. Er begnügt sich nicht damit, Bildinhalte zu beschreiben, sondern ordnet sie in ihre größeren historischen und kulturellen Zusammenhänge ein.

Die Bilder, die Marker verwendet, verbinden den touristischen Blick mit dem dokumentarischen. Man sieht Bilder von Ritualen, Militärzeremonien, Gebete in einem japanischen Schrein für die verschwundene Hauskatze, danach die Erschießung einer Giraffe in Afrika. Die Verbindung dieses disparaten Materials schafft der Kommentar, der die Annäherung eines empfindsamen Kammeramannes an seine Arbeit beschreibt, die fiktiven Briefe des ebenfalls fiktiven Kameramannes Sandor Krasna. Er philosophiert über die Natur der menschlichen Erinnerungen, Bilder und die Produktion von Geschichte. Wir folgen dem Inneren einer Kunstfigur und begeben uns mit ihr auf die Spur des Gedächtnisses und deren Umgang mit der Vergangenheit. Wir erleben seine Auffassung von Glück und sein schmerzliches Scheitern, Emotionen an den Zuschauer zu vermitteln.

Marker ist Mit(st)reiter der Nouvelle Vague und Montagetheoretiker, sein Film verbindet Bilder assoziativ, der Zuschauer wird dabei zum Interpret. Markers Zugang zur Wirklichkeit ist subjektiv und kreativ, aber nicht unwahr.

hier noch ein paar links und infos zu chris marker:
www.chrismarker.org/ (homepage zu seiner arbeit)
und hier gibt es den volltext-kommentar von sans soleil (vielleicht erst nach dem film lesen?):

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Nachwuchs dringend gesucht:

Nach dem Film setzen wir uns zusammen, um über die Zukunft der Film Ag zu diskutieren und das Semester zu planen!
Wir freuen uns auf zahlreiche neue Gesichter!

Die Film-AG zeigt am Dienstag, den 10.01.2012 um 20 Uhr c.t. in Raum E006 im Hauptgebäude (Geschwister-Scholl-Platz 1):

TOGETHERNESS SUPREME
Nathan Collett
Kenia, 2010, 94 Min, OmU

“SLUMDOG WITHOUT THE MILLIONAIRES” … a feature film created in an authentic / unique
collaboration with the community in front and behind the camera.
Based on true events and the ethnic conflict that tore apart a country. TOGETHERNESS
SUPREME is the story of Kamau, an artist, searching for change in the midst of ethnic
tension in the slums. Kamau goes against his father and his tribe to join the other side
with his friend Otieno. Kamau and Otieno fight for political change for those living in dire
poverty. After a presidential contested election, the slums erupt in violence and Kamau’s
world is tore apart. (Hot Sun Films)
Trailer unter: 8. Januar 2012 | Fachschaft, Film AG | No Comments »

Die Film AG zeigt am Dienstag den 26. Juli um 20:00 Uhr c.t. in Raum E 006 im HGB:

SKINHEAD ATTITUDE

von Daniel Schweizer

2003, 90 min

Die französisch-schweizerische Koproduktion begleitet die 22-jährige Renee (in der Skinheadszene üblicher Begriff für weibliche Skinheads) Karole auf einer Reise durch verschiedene europäische Städte und durch die USA und Kanada, wo sie sich mit Mitgliedern der Szene trifft und auch Konzerte besucht. Eine hohe Beachtung des Films gilt der Musik der Skinheads. Musiker wie Laurel Aitken, Bad-Manners-Frontmann Buster Bloodvessel und deutsche Gruppen wie Scrapy kommen zu Wort. Sie berichten über die Vorurteile gegenüber Skins, die von der Öffentlichkeit als Rassisten und Gewalttäter wahrgenommen werden. Es wird der Konflikt zwischen rechten und antirassistischen Skins beleuchtet. Auch bekennend neonazistische Skinheads kommen zur Sprache; diese werden aber von neutralen und linken Skinheads nicht als Szeneangehörige betrachtet, sondern abfällig als Boneheads bezeichnet (hierzu äußert sich Roddy Moreno, Sänger der walisischen Oi!-Band The Oppressed, in der Dokumentation wie folgt: „Kein Skin kann Rassist sein, weil er sonst seine schwarzen Wurzeln verleugnet“). Eine solche Gruppe trifft Schweizer in Schweden und später im Film auch in den USA. Der Film endet mit der Betrachtung eines Mordes an zwei antirassistischen Skinheads durch Rechtsextremisten in Las Vegas.

(Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Skinhead_Attitude)

Filmankündigung FULL METAL VILLAGE am Dienstag, 12.7.2011 um 20 Uhr
Die Film AG zeigt am Dienstag den 12. Juli um 20:00 Uhr c.t. in Raum E 006 im HGB:

FULL METAL VILLAGE

von Cho Sung-Hyung

2007, 94 Min.

Die Gemeinde Wacken ist ein ganz normales und idyllisches Dörfchen in Schleswig-Holstein. Dies ändert sich jedoch jedes Jahr an einem Wochenende im August schlagartig, wenn 40.000 Menschen im Rahmen des “Wacken-Open-Air” zusammenfinden, um eines der größten Heavy Metal Festivals der Welt abzuhalten. Dieses ungewöhnliche kulturelle Aufeinandertreffen wurde von der gebürtige Koreanerin Sung-Hyung Cho eingefangen und für die Nachwelt auf Zelluloid gebannt.

FULL METAL VILLAGE setzt sich mit der kuriosen, liebenswürdigen Begegnung zweier Kulturenauseinander und dokumentiert - über das temporäre Musikereignis hinaus - das Bild einer ländlichen Gemeinde, deren Identität und Zusammenhalt ohne das Heavy Metal Festival nicht mehr denkbar scheint.

Mit Full Metal Village wurde erstmals in der Geschichte des Filmfestivals Max- Ophüls einem Dokumentarfilm die renommierte Auszeichnung zuerkannt. Die Jury des Max-Ophüls-Preises 2007 lobt den Film in ihrer Begründung als humorvoll und vielschichtig, als „unterhaltsamen Dokumentarfilm, der ein faszinierendes Bild deutscher Identität“ liefere.

Mehr Infos und Trailer:

www.zorrofilm.de

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen und eine spannende Diskussion!

Die FilmAG zeigt in Raum E 006 im HGB:

EINE RUHIGE JACKE

Von Ramòn Giger
2010, 72 Min.

Roman spricht nicht. Seit sechsundzwanzig Jahren nicht. Seine Freude am Filmen und Gefilmtwerden ist Ausdruck seines Erlebens: einem Leben mit Autismus.

Wir beobachten Roman und Xaver in ihrem Alltag auf einem Bauernhof im Schweizer Jura. Kühe sind zu betreuen und Holz ist zu sägen. Rund um eine pädagogisch eingesetzte Motorsäge ergibt sich das Drama zwischen Roman und Xaver. Xaver will Roman helfen, mittels der Motorsäge ein Gefühl für Kontrolle zu erwerben. Zwischen Roman und Xaver entwickelt sich ein spannungsreiches Verhältnis, Anziehungskraft und Abstossung folgen rasch aufeinander. Mal scheint Roman aus der ruhigen, verständnisvollen Art Xavers Kraft zu schöpfen, dann wieder reagiert er darauf mit heftiger Ablehnung. Eine Zeit lang kann Xaver bei Roman das Interesse wecken, sich aus seiner Selbstisolation herauszubewegen. Doch Rückschläge folgen, Rätsel bleiben.

«Eine ruhige Jacke» ist ein Film über Beziehungen und deren Unmöglichkeit. Momente von Geborgenheit, von poetischen Naturbetrachtungen unterstützt, wechseln mit der Darstellung verzweifelter Gefühlsausbrüche und Angstzustände. Ramòn Giger gelingt dabei nicht nur ein eindringliches Porträt, sondern auch eine Reflektion über die Klippen zwischen den Menschen.

«Eine ruhige Jacke» ist ein Appell an Unvoreingenommenheit und unverstellte Sinnlichkeit und stellt die Rollen von Regisseur und Darsteller, Filmenden und Gefilmten auf den Kopf.

Quelle und Trailer: www.romanfilm.com

Gewinner des Nonfiktionale-Preises 2010
Am CINÉMA DU RÉEL – PARIS von der “Jury Premier Films” mit einer “Mention spéciale” geehrt

Der Kinoverleih CINEWORX wird „Eine ruhige Jacke“ in die Schweizer
Kinos bringen. Voraussichtlicher Kinostart ist Herbst 2011

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen und eine spannende Diskussion!

Die FilmAG zeigt in Raum E 006 im HGB:

TRANSFICTION

Von Johannes Sjöberg
UK 2007, 58 min, portugiesisch omeU

Transfiction explores ‘ethnofiction’ - an experimental ethnographic documentary film style in which the participants collaborate with the filmmaker to act out their own and others’ life experiences in improvisations. The film focuses on identity and discrimination in the daily lives of transgendered Brazilians living in São Paulo and is based on a total fifteen months of ethnographic fieldwork. During the production of the film, transsexuals (males-females) and travestis from the fieldwork in São Paulo act out their cultural experiences in front of the camera in improvisations. Even if all of the protagonists of the ethnofiction can be said to represent transsexual and travesti culture in São Paulo, they have very different backgrounds. Some of them are married and live typical Paulista middleclass lives. Others are poor and earn their living as prostitutes. Some of them have gained success as stage artists in the show business of São Paulo. The film also gives some examples of transsexuals and travestis fighting against intolerance and discrimination in the Brazilian society: Fabia Mirassos projects her life through the role of Meg, a transsexual hairdresser confronting intolerance and re-living memories of abuse. Savana ‘Bibi’ Meirelles plays Zilda who makes her living as one of the many transgendered sex workers in São Paulo, as she struggles to find her way out of prostitution.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen und eine spannende Diskussion!

Quellen: www.faktafiktion.se www.imdb.com/title/tt1414326/plotsummary

Die FilmAG zeigt am Dienstag den 07.06.2011 um 20:00 Uhr c.t. im HGB Raum E 006:

KISS THE MOON
(CHAN DI CHUMMI)

von Khalid Gill
Deutschland/Pakistan 2009, 80 min, OmeU

“I wish I could marry, I wish I could give birth to someone’s child.” These regrets are common among Khusras - male-to-female transgender people - in Pakistan. Neither men nor women, Kushras have a unique traditional and spiritual role, very much like Hijras in Indian society, and many people believe in their power to bless or curse others. Director Khalid Gill introduces us to the tightly-knit Khusra society of Lahore, which is organised into households with “mothers” and “gurus”, as the older and more experienced Khusras are called. In this intimate and discreet portrayal, Aini, Sonya, Boota and others share their dreams and fears, their hopes and frustrations, their longing to love and to be loved, and their desire for a sex change operation. While Sonya yearns for romantic love and her ex-lover who left her to get married, Aini overcomes societal constraints and earns her living by selling goods on the market street - not her body - proudly ignoring the contemtuous taunts of male passers-by.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen und eine spannende Diskussion!

Die FilmAG zeigt am Dienstag den 31.5.2011 um 20:00 Uhr c.t. im HGB Raum E 006:

BETWEEN THE LINES
INDIENS DRITTES GESCHLECHT

Von Thomas Wartmann
Indien, 2005, 94 min, Englisch

Between The Lines - Indiens drittes Geschlecht zwischen Mystik, Spiritualität und Prostitution” dokumentiert, wie die Fotografin Anita Khemka dem Leben der Hijras, der Eunuchen Indiens, näher kommt. Sie leben dort als Außenseiter am Rande der Gesellschaft ein Dasein voller Widersprüche: Hijras sind unfruchtbar, trotzdem haben sie in den Augen vieler Inder die Gabe, Fruchtbarkeit zu spenden. Und obwohl sie kastriert sind, ist die Erotik in ihrem Leben omnipräsent.
Drei dieser besonderen Menschen begleitet “Between The Lines”. Eine von diesen Dreien ist Laxmi, eine laute und auffällige “femme fatale”. Sie lebt in der Vorstadt von Bombay ein Doppelleben: Ein Teil ihrer Persönlichkeit ist Raju, ein scharfsinniger junger Bollywood-Choreograph, der noch bei seinen Eltern wohnt. Der andere Teil ist Laxmi, die sich in der Hierarchie der Hijras einen Platz an der Spitze einer Gruppe von Eunuchen-Prostituierten erkämpft hat.
Der Zuschauer begleitet Anita Khemka und Laxmi, Rambha und Asha auf eine Reise, die in eine bizarre und faszinierende Welt führt.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Am Dienstag den 17.05.2011 um 20 Uhr c.t. zeigt die Film-AG im in Raum E006 im HgB

CANNIBAL TOURS

Von Dennis O‘Rourke
Australien, 1988, 72 Minuten, Englisch

„There is nothing so strange in a strange land, as the stranger who comes to visit it.“

Dennis O’Rourke’s “CANNIBAL TOURS” is simply (to be more precise, complexly) stunning. While the cameras snap, the tourists bargain, and Sonny and Cher sing ‘I Got You Babe’ over Radio Moscow, the Papua New Guineans try to hold onto their world. ‘We sit here confused,’ one laments, ‘while they take pictures of everything’ - while O’Rourke’s camera shoots the whole of a social relation that is taking over the world, the relation between the seeing and the seen. This double anthropology subtly shows how connoisseurship and condescension are linked, and how little the Western tribe of tourists understand their own culture. “CANNIBAL TOURS” succeeds in being both devastating and charming - an amazing combination.”

Quelle: www.cameraworklimited.com/films/cannibal-tours.html

Am Dienstag den 10.05.2011 um 20 Uhr zeigt die Film-AG im in Raum E006 im HgB

HOTEL VERY WELCOME

Von Sonja Heiss
Deutschland, 2007, 90 Min.

Fünf Rucksacktouristen reisen durch den großen, exotischen Vergnügungspark Asien, um dem europäischen Alltag zu entfliehen. Mit reichlich Einsamkeit im Gepäck arbeiten sie in der Ferne Indiens und Thailands hart am Glücklichsein: Josh (Ricky Champ) und Adam (Gareth Llewelyn) verfangen sich in der Ekstase globaler Beach-Partys. Svenja (Svenja Steinfelder) sitzt in einem Hotelzimmer in Bangkok fest und telefoniert ihrem verpassten Rückflug hinterher. Liam (Chris O´Dowd) taumelt derweil mit erweitertem Bewusstsein durch Indien, um sich von seinen Problemen zu Hause abzulenken, während Marion (Eva Löbau) in der Meditation einen Weg findet, an sich selbst zu scheitern. Am Ende der Reise wartet auf einige der Backpacker ein Neuanfang - und auf die anderen immerhin ein Anschlussflug.

Regisseurin Sonja Heiss ist mehrere Monate mit ihren Protagonisten durch Asien gereist. Mit der Authentizität eines Dokumentarfilms und dem Pointenreichtum einer Komödie erzählt sie in ihrem ersten Spielfilm HOTEL VERY WELCOME von der Flucht vor der Routine, der Faszination des Reisens, interkulturellen Missverständnissen und einem Telefonflirt der besonderen Art. Mit Witz und Ironie beschreibt die Regisseurin die Welt der “Lonely-Planet”-Reisenden. Vor allem aber offenbart sie die komplizierte Gefühlslage ihrer Generation. Deren unermüdliche Glückssuche begleitet Heiss mit HOTEL VERY WELCOME auf sehr persönliche und amüsante Weise, was ihr nicht nur Begeisterungsstürme auf der Berlinale 2007, sondern auch den First Steps Award einbrachte.

Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen!

Quellen:
www.filmz.de/film_2007/hotel_very_welcome/
www.hotelverywelcome.kinowelt.de/kurzinhalt.html

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