ethnologik.de

Am Sonntag, den 30. Mai um 19 Uhr zeigt Andreas Kraus in der Glockenbachwerkstatt in München seinen Film über ein Roma-Ghetto in Bulgarien.

Eine Kurzbeschreibung der Doku findet sich hier:

www.studio-west.net/filmordner/03_filme_2009_roma.html

Was ist bisher passiert?
Nach den Abstimmungen im November 2009 war ein zweijähriges Pilotprojekt zum Semesterticket für die Studierenden an der TUM und der Hochschule München geplant. Hierzu kam es nicht.
Das Modell (für TUM & HM) einer reinen Ausfallbürgschaft durch Hochschulen, Stadt und Freistaat scheiterte am Unwillen der MVG, sich auf diese Bürgschaft einzulassen.
Die MVG bestand auf eine tatsächliche Zahlung der bekannten Summe! Egal wie hoch die finanziellen Ausfälle tatsächlich gewesen wären.
Wollen wir uns das gefallen lassen?
WIR SAGEN NEIN!
Wer sind wir? Wir sind der neu besetzte AK Semesterticket.
Am Montag trafen sich Studierende der HM, TUM und LMU und haben entschieden, gemeinsam explizit unter der Beteiligung der LMU für Neuverhandlungen einzutreten.
Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass dem MVV und seinen Gesellschaftern mit Verhandlungen allein nicht beizukommen ist.
Welche Aktionen sind geplant?
Es wird argumentiert, uns, den Studentinnen und Studenten, bliebe ohnehin nichts anderes übrig, als den ÖPNV (Öffentlichen Personennahverkehr) zu nutzen.
Das glauben wir nicht!
Nun seid ihr gefragt. Unterstützt uns und zeigt der MVG euren Unmut!
Nehmt das Fahrrad, Auto, Fahrgemeinschaften, Roller, Pferd, schlaft in der Uni und was euch sonst noch in den Sinn kommt.
Seid kreativ und nutzt Alternativen zum ÖPNV!
Ab Juni geht es los! Die Sache liegt jetzt auch wieder mit in eurer Hand!

Euer AK Semesterticket
www.semesterticket-muenchen.de/blog/

Die Film AG zeigt am 18. Mai 2010 um 20.00 im Raum E006 (HgB):
OFFSIDE
von Jafar Panahi, Iran 2006
OmeU, 88min.

Der Film spielt am Rande des entscheidenden Qualifikationsspiels der iranischen Fußballnationalmannschaft zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gegen den Bahrain in der iranischen Hauptstadt Teheran. Da es Frauen und Mädchen im Iran verboten ist einem Fußballspiel beizuwohnen, verkleiden sich einige Frauen und Mädchen als Jungen, um verbotenerweise doch irgendwie ins Stadion zu gelangen…
Zwischen den beteiligten Frauen und Männern entwickeln sich Gespräche, in denen Aspekte der iranischen Gesellschaft beleuchtet werden. Thematisiert werden Themen wie der Armeedienst und die durch traditionelle Gesetze geregelte Rolle der iranischen Frau.
„Ein sich geschickt und atmosphärisch dicht an der Nahtstelle von dokumentarischen Impressionen und inszenierten Episoden bewegender, ebenso brisanter wie engagierter “Fußballfilm” mit der subversiven Botschaft, dass sich Lebensfreude und -lust des iranischen Volkes auf Dauer nicht von politischen und religiösen Restriktionen zügeln lassen.“ Lexikon des internationalen Film

Mittwoch, 12. Mai 2010

→ Ethnologin in der Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung

Jiska Troppenz, Beraterin im Bereich Nachhaltigkeit

Nach ihrem Ethnologiestudium hat Frau Troppenz zunächst ein Aufbaustudium in der Erwachsenenpädagogik absolviert. Danach hat sie als Praktikantin bei der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Deutschland und im Tsunami-Wiederaufbau-Programm in Thailand gearbeitet. Im Anschluss folgten drei Jahre in einer Beratungsagentur zu den Themen entwicklungspolitische Öffentlichkeitsarbeit, Schutz der Biodiversität und Capacity Building. Im Mai 2009 hat sich Frau Troppenz als Beraterin im Bereich Nachhaltigkeit selbständig gemacht - sie konzipiert Unterrichtseinheiten, Planspiele und Aktionstage für alle Schultypen.

Ort und Zeit: 18:00 - 20:00, Edmund-Rumpler-Str. 13, Raum B185

Veranstalter: Fachschaft und Institut für Ethnologie

Tagung vom 18. bis 20. Juni 2010 im Tagungshaus Weingarten der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Entwicklungszusammenarbeit im 21. Jahrhundert

Seminar in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Entwicklungspolitik des Alfred-Weber-Instituts für Wirtschaftswissenschaften der Universität Heidelberg
Die internationale Entwicklungszusammenarbeit steht mit ihren Institutionen und Instrumenten vor Herausforderungen, für die sie in den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts weder institutionell noch instrumentell konzipiert wurde. In einer zunehmend dynamischeren und heterogeneren Akteurskonstellation sind auch neue Geberländer zu berücksichtigen, wie z.B. China und Brasilien, welche die Spielregeln der “alten” Geberländer nicht ohne weiteres als verpflichtend betrachten. Zudem sieht sich die Entwicklungszusammenarbeit mit Terrorismus und zerfallenden Staaten konfrontiert. In dem Seminar werden aktuelle Probleme der internationalen Entwicklungszusammenarbeit analysiert und notwendige Veränderungen diskutiert.

Das Tagungsprogramm und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie im Internet auf: www.akademie-rs.de/veranstaltungen.html

Dokumentarfilm, D 2009, 80 min, Regie: Christoph Heller, mit: Sinan Al Kuri, Kamera: Manuel Kinzer, Montage: Sophia Kambaki, Musik: Christof Vonderau, Ton: Marko Weichler

Ein junger charmanter Deutscher begegnet seinen leiblichen Eltern und Geschwistern in Dubai. Dort hat die wohlhabende irakische Familie ihr neues Zuhause gefunden. Ihr Sohn Sinan ist in Hessen bei seiner deutschen Adoptivmutter aufgewachsen und lebt und arbeitet inzwischen in Berlin. Fast unsichtbar und sehr präzise ist die Kamera in »Mein Vater. Mein Onkel.« immer dabei, wenn Sinan der Familie, der Sprache, Religion und Kultur seiner Vorfahren begegnet – es ist die Entdeckung einer fremden Welt, eines alternativen Lebens, das er gelebt hätte, wenn er bei seinen Brüdern aufgewachsen wäre. Für Sinans Eltern hat er immer zur Familie gehört. Sie haben sich ihr Leben lang nach der Rückkehr des verlorenen Sohnes gesehnt und nehmen ihn nun in bedingungsloser Liebe an. Sie schmieden Pläne, träumen von einem gemeinsamen Leben im Irak und machen schon mal Vorschläge für die zukünftige Ehefrau. Eigentlich wäre es auch ganz schön, wenn Sinan zum Islam konvertieren würde. »Mein Vater. Mein Onkel.« zeigt mit viel Witz das Aufeinandertreffen zweier Kulturen innerhalb einer Familie.

»Mein Vater. Mein Onkel.« läuft ab dem 13.05.2010 im Kino u. a. in: BERLIN (Moviemento), BREMEN (Cinema am Ostertor), DARMSTADT (Rex), DRESDEN (Kino im Dach), ERFURT (Kinoclub am Hirschlachufer), HAMBURG, KÖLN (Filmhaus), LEIPZIG (Cinémathèque), MÜNCHEN (Neues Arena), MÜNSTER (Cinema & Kurbelkiste), WIEN (Breitenseer Lichtspiele ab 03.04.), WIESBADEN (Murnau Filmtheater), ZÜRICH (Filmpodium ab 22.04.)

Mylabadi vermittelt verschiedene Allgemeine- und Sozialpraktika in zahlreichen afrikanischen Ländern. Eine aktuelle Stellenauswahl findet ihr hier.

Ausführliche Informationen findet ihr auf http://mylabadi.de/

Montag, 26.04.2010 um 21.00 Uhr (ARD)

Die ARD-Afrika-Korrespondentin Birgit Virnich reiste mit Ihrem Team auf Tausenden Kilometern Staubpisten quer durch Afrikas Halbwüsten, tropische Wälder und Bergketten, immer auf der Suche nach der “China-Road”, wie die LKW-Fahrer die Straße der Chinesen nennen. Längst ist die “China Road” Synonym für einen wirtschaftlichen Aufschwung in Afrika geworden.

Welche Rolle spielen die Chinesen in Afrika? Suchen sie nur nach Absatzmärkten und Rohstoffquellen? Oder bringen sie tatsächlich Entwicklung? Warum haben die Entwicklungshilfe-Milliarden der letzten Jahrzehnte so wenig nachhaltiges Wirtschaftswachstum gebracht? Und wie wird sich Bundesminister Dirk Niebel zukünftig in Afrika aufstellen? Diesen Fragen geht Birgit Virnich auf ihrer Reise durch Kenia, Sambia und Angola nach.

Weitere Informationen zum Film erhalten Sie auf der ARD-Website:
http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,9fg816dau905a32i~cm.asp

Die Film zeigt am 09.02.2010 um 20.00 im Raum E006, HGB zwei dokumentarische Animationsfilme!
Diesen Dienstag fangen wir pünktlich an und freuen uns sehr über zahlreiches Erscheinen.

‘Waltz with Bashir’ und ‘Persepolis’

Waltz with Bashir
Ari Folman
87 Minuten

Eines Nachts in einer Bar erzählt ein alter Freund dem Regisseur Ari von einem immer wiederkehrenden Alptraum, in dem er von 26 dämonischen Hunden gejagt wird. Jede Nacht, immer genau 26 Bestien. Die beiden Männer kommen zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang zu ihrem Einsatz im ersten Libanon Krieg bestehen muss. Ari ist überrascht, denn er hat jegliche Erinnerung an diese Zeit verloren. Verstört macht er sich auf, Freunde und Kameraden von damals zu besuchen und zu befragen. Er muss die Wahrheit über jene Zeit und über sich selbst herausfinden. Je tiefer Ari in seine Vergangenheit eindringt, desto klarer werden seine Gedanken und die verdrängten Erlebnisse erscheinen in surrealen Bildern…

Basierend auf realen Interviews und Ereignissen, ist WALTZ WITH BASHIR der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge. Regisseur, Autor und Produzent Ari Folman hat die Reise in seine Vergangenheit – eine Reise in die Jugendkultur der 80er Jahre und das West Beirut während des ersten Libanonkrieges – auf fantastische und packende Art visualisiert. Die israelisch-deutsch-französische Koproduktion gilt seit ihrer Weltpremiere im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes und weiteren Festivalaufführungen als das wohl außergewöhnlichste Kinoereignis in 2008.

waltz-with-bashir.pandorafilm.de

Persepolis
Marjane Satrapi
95 minutes

Im Jahre 1979 sollte der Iran eine Republik werden und die Zeichen standen gut, zumal der Schah aus dem Land vertrieben wurde. Doch es kommt anders: Die Mullahs reißen die Macht an sich und unterdrücken die Menschen, die nicht in ihrem Sinne handeln. So auch zum Beispiel die Familie der erst achtjährigen Marjane, die den Revolutionären im Kampf gegen den Schah zur Seite standen. Schon bald wird das Kopftuch für Frauen zur Pflicht - Die Islamische Revolution beginnt.

Ein Mädchen - ein Krieg, eine Revolution, drei Kulturen, und doch ein Lachen auf den Lippen. Marjane erzählt über ihr Leben im Iran, ihre Familie, das Exil in Österreich und über ihre Sehnsüchte und Hoffnungen auf eine bessere Welt. Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud verfilmen Satrapis Kultcomic als preisgekrönten, schwarzweißen Animationsfilm. Ein Meisterwerk und ein unterhaltsames Plädoyer für Toleranz.

www.moviemaze.de

Die Film AG zeigt am Dienstag, den 26. Januar um 20.00 Uhr in Raum E006, HgB:

Im Glück (Neger)

von Thomas Heise
Deutschland 1999-2006, 87 min.


„Berlin. 1999 bis 2005.

Es sind Kinder, die gerade erwachsen geworden sind. 

Verletzlich. 

Sven, Lena, Thomas, Stephan und Daniela. Es geht ums Leben. 

Die Nähe ist ungeheuer wie die Einsamkeit.

Es ist alles zu sehen.
Es gibt keine Interviews. Es gibt Vorgänge, Bilder, Texte, Briefe, Theater, Bitten, Verwaltungsakte, Blicke, Schwüre, Gesuche.
Und einen Brief an mich.”

(Thomas Heise)



In seinem Dokumentarfilm »Im Glück (Neger)« erzählt Thomas Heise Fragmente von Biografien. Aus altem Material, Spuren, Resten, aufgefundenen Erinnerungen, Briefen, Heiner Müller und Lautréamont baut er eine Geschichtslandschaft mit Figuren. Ein Berlin-Film, der sein Material wie Steine in den Fluss wirft; ein Film über Kinder, die erwachsen werden, verletzlich. Sven, das Kind, ist der Neger. Thomas ist Titus. Lena Lavinia ohne Zunge. Stefan ist Lucius auf der Flucht zu den Goten.

(Quelle: www.babylonberlin.de/prog_16-22.3.pdf.)

fgdfgdfgdfgdfd