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Mittwoch, 12. Mai 2010

→ Ethnologin in der Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung

Jiska Troppenz, Beraterin im Bereich Nachhaltigkeit

Nach ihrem Ethnologiestudium hat Frau Troppenz zunächst ein Aufbaustudium in der Erwachsenenpädagogik absolviert. Danach hat sie als Praktikantin bei der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Deutschland und im Tsunami-Wiederaufbau-Programm in Thailand gearbeitet. Im Anschluss folgten drei Jahre in einer Beratungsagentur zu den Themen entwicklungspolitische Öffentlichkeitsarbeit, Schutz der Biodiversität und Capacity Building. Im Mai 2009 hat sich Frau Troppenz als Beraterin im Bereich Nachhaltigkeit selbständig gemacht - sie konzipiert Unterrichtseinheiten, Planspiele und Aktionstage für alle Schultypen.

Ort und Zeit: 18:00 - 20:00, Edmund-Rumpler-Str. 13, Raum B185

Veranstalter: Fachschaft und Institut für Ethnologie

Tagung vom 18. bis 20. Juni 2010 im Tagungshaus Weingarten der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Entwicklungszusammenarbeit im 21. Jahrhundert

Seminar in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Entwicklungspolitik des Alfred-Weber-Instituts für Wirtschaftswissenschaften der Universität Heidelberg
Die internationale Entwicklungszusammenarbeit steht mit ihren Institutionen und Instrumenten vor Herausforderungen, für die sie in den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts weder institutionell noch instrumentell konzipiert wurde. In einer zunehmend dynamischeren und heterogeneren Akteurskonstellation sind auch neue Geberländer zu berücksichtigen, wie z.B. China und Brasilien, welche die Spielregeln der “alten” Geberländer nicht ohne weiteres als verpflichtend betrachten. Zudem sieht sich die Entwicklungszusammenarbeit mit Terrorismus und zerfallenden Staaten konfrontiert. In dem Seminar werden aktuelle Probleme der internationalen Entwicklungszusammenarbeit analysiert und notwendige Veränderungen diskutiert.

Das Tagungsprogramm und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie im Internet auf: www.akademie-rs.de/veranstaltungen.html

Dokumentarfilm, D 2009, 80 min, Regie: Christoph Heller, mit: Sinan Al Kuri, Kamera: Manuel Kinzer, Montage: Sophia Kambaki, Musik: Christof Vonderau, Ton: Marko Weichler

Ein junger charmanter Deutscher begegnet seinen leiblichen Eltern und Geschwistern in Dubai. Dort hat die wohlhabende irakische Familie ihr neues Zuhause gefunden. Ihr Sohn Sinan ist in Hessen bei seiner deutschen Adoptivmutter aufgewachsen und lebt und arbeitet inzwischen in Berlin. Fast unsichtbar und sehr präzise ist die Kamera in »Mein Vater. Mein Onkel.« immer dabei, wenn Sinan der Familie, der Sprache, Religion und Kultur seiner Vorfahren begegnet – es ist die Entdeckung einer fremden Welt, eines alternativen Lebens, das er gelebt hätte, wenn er bei seinen Brüdern aufgewachsen wäre. Für Sinans Eltern hat er immer zur Familie gehört. Sie haben sich ihr Leben lang nach der Rückkehr des verlorenen Sohnes gesehnt und nehmen ihn nun in bedingungsloser Liebe an. Sie schmieden Pläne, träumen von einem gemeinsamen Leben im Irak und machen schon mal Vorschläge für die zukünftige Ehefrau. Eigentlich wäre es auch ganz schön, wenn Sinan zum Islam konvertieren würde. »Mein Vater. Mein Onkel.« zeigt mit viel Witz das Aufeinandertreffen zweier Kulturen innerhalb einer Familie.

»Mein Vater. Mein Onkel.« läuft ab dem 13.05.2010 im Kino u. a. in: BERLIN (Moviemento), BREMEN (Cinema am Ostertor), DARMSTADT (Rex), DRESDEN (Kino im Dach), ERFURT (Kinoclub am Hirschlachufer), HAMBURG, KÖLN (Filmhaus), LEIPZIG (Cinémathèque), MÜNCHEN (Neues Arena), MÜNSTER (Cinema & Kurbelkiste), WIEN (Breitenseer Lichtspiele ab 03.04.), WIESBADEN (Murnau Filmtheater), ZÜRICH (Filmpodium ab 22.04.)

Mylabadi vermittelt verschiedene Allgemeine- und Sozialpraktika in zahlreichen afrikanischen Ländern. Eine aktuelle Stellenauswahl findet ihr hier.

Ausführliche Informationen findet ihr auf http://mylabadi.de/

Montag, 26.04.2010 um 21.00 Uhr (ARD)

Die ARD-Afrika-Korrespondentin Birgit Virnich reiste mit Ihrem Team auf Tausenden Kilometern Staubpisten quer durch Afrikas Halbwüsten, tropische Wälder und Bergketten, immer auf der Suche nach der “China-Road”, wie die LKW-Fahrer die Straße der Chinesen nennen. Längst ist die “China Road” Synonym für einen wirtschaftlichen Aufschwung in Afrika geworden.

Welche Rolle spielen die Chinesen in Afrika? Suchen sie nur nach Absatzmärkten und Rohstoffquellen? Oder bringen sie tatsächlich Entwicklung? Warum haben die Entwicklungshilfe-Milliarden der letzten Jahrzehnte so wenig nachhaltiges Wirtschaftswachstum gebracht? Und wie wird sich Bundesminister Dirk Niebel zukünftig in Afrika aufstellen? Diesen Fragen geht Birgit Virnich auf ihrer Reise durch Kenia, Sambia und Angola nach.

Weitere Informationen zum Film erhalten Sie auf der ARD-Website:
http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,9fg816dau905a32i~cm.asp

Die Film zeigt am 09.02.2010 um 20.00 im Raum E006, HGB zwei dokumentarische Animationsfilme!
Diesen Dienstag fangen wir pünktlich an und freuen uns sehr über zahlreiches Erscheinen.

‘Waltz with Bashir’ und ‘Persepolis’

Waltz with Bashir
Ari Folman
87 Minuten

Eines Nachts in einer Bar erzählt ein alter Freund dem Regisseur Ari von einem immer wiederkehrenden Alptraum, in dem er von 26 dämonischen Hunden gejagt wird. Jede Nacht, immer genau 26 Bestien. Die beiden Männer kommen zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang zu ihrem Einsatz im ersten Libanon Krieg bestehen muss. Ari ist überrascht, denn er hat jegliche Erinnerung an diese Zeit verloren. Verstört macht er sich auf, Freunde und Kameraden von damals zu besuchen und zu befragen. Er muss die Wahrheit über jene Zeit und über sich selbst herausfinden. Je tiefer Ari in seine Vergangenheit eindringt, desto klarer werden seine Gedanken und die verdrängten Erlebnisse erscheinen in surrealen Bildern…

Basierend auf realen Interviews und Ereignissen, ist WALTZ WITH BASHIR der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge. Regisseur, Autor und Produzent Ari Folman hat die Reise in seine Vergangenheit – eine Reise in die Jugendkultur der 80er Jahre und das West Beirut während des ersten Libanonkrieges – auf fantastische und packende Art visualisiert. Die israelisch-deutsch-französische Koproduktion gilt seit ihrer Weltpremiere im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes und weiteren Festivalaufführungen als das wohl außergewöhnlichste Kinoereignis in 2008.

waltz-with-bashir.pandorafilm.de

Persepolis
Marjane Satrapi
95 minutes

Im Jahre 1979 sollte der Iran eine Republik werden und die Zeichen standen gut, zumal der Schah aus dem Land vertrieben wurde. Doch es kommt anders: Die Mullahs reißen die Macht an sich und unterdrücken die Menschen, die nicht in ihrem Sinne handeln. So auch zum Beispiel die Familie der erst achtjährigen Marjane, die den Revolutionären im Kampf gegen den Schah zur Seite standen. Schon bald wird das Kopftuch für Frauen zur Pflicht - Die Islamische Revolution beginnt.

Ein Mädchen - ein Krieg, eine Revolution, drei Kulturen, und doch ein Lachen auf den Lippen. Marjane erzählt über ihr Leben im Iran, ihre Familie, das Exil in Österreich und über ihre Sehnsüchte und Hoffnungen auf eine bessere Welt. Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud verfilmen Satrapis Kultcomic als preisgekrönten, schwarzweißen Animationsfilm. Ein Meisterwerk und ein unterhaltsames Plädoyer für Toleranz.

www.moviemaze.de

Die Film AG zeigt am Dienstag, den 26. Januar um 20.00 Uhr in Raum E006, HgB:

Im Glück (Neger)

von Thomas Heise
Deutschland 1999-2006, 87 min.


„Berlin. 1999 bis 2005.

Es sind Kinder, die gerade erwachsen geworden sind. 

Verletzlich. 

Sven, Lena, Thomas, Stephan und Daniela. Es geht ums Leben. 

Die Nähe ist ungeheuer wie die Einsamkeit.

Es ist alles zu sehen.
Es gibt keine Interviews. Es gibt Vorgänge, Bilder, Texte, Briefe, Theater, Bitten, Verwaltungsakte, Blicke, Schwüre, Gesuche.
Und einen Brief an mich.”

(Thomas Heise)



In seinem Dokumentarfilm »Im Glück (Neger)« erzählt Thomas Heise Fragmente von Biografien. Aus altem Material, Spuren, Resten, aufgefundenen Erinnerungen, Briefen, Heiner Müller und Lautréamont baut er eine Geschichtslandschaft mit Figuren. Ein Berlin-Film, der sein Material wie Steine in den Fluss wirft; ein Film über Kinder, die erwachsen werden, verletzlich. Sven, das Kind, ist der Neger. Thomas ist Titus. Lena Lavinia ohne Zunge. Stefan ist Lucius auf der Flucht zu den Goten.

(Quelle: www.babylonberlin.de/prog_16-22.3.pdf.)

Am 21. Januar 2010 wird der Lothringer 13 Laden zum Kinosaal umfunktioniert und zum Ort filmischer Neuentdeckungen rund ums Thema deutsch-polnische Beziehungen. Zum Abschluss des Filmprojektes „Filmtour Polska-Deutschland 2009“ werden in München Kurzfilme gezeigt, die sich auf unterschiedlichste Weise mit dem facettenreichen Verhältnis der Nachbarländer auseinandersetzen. Als Gast kommt Bartosz Grudziecki, Regisseur von „Polska Roadmovie“.
Gleichzeitig wird es eine Möglichkeit sein, den Verein kennen zu lernen, der süchtig nach neuen Mitgliedern ausschaut.

Das Programm:

„Das Mädchen mit den gelben Strümpfen“ von Grzegorz Muskala/ Berlin/ 6min.
„Was übrig bleibt“ von Andreas Gräfenstein, Fabian Daub/ Hamburg/ 12min
„Miasto plynie” („The city sails on“) von Balbina Bruszewska/ Lodz/ 17min
„Sluzba zastepcza” („Voluntary service”) von Jan Wagner/ Berlin/ 14min
„Dziwadlo” („Weirdo”) von Ireneusz Prokopiuk/ Bielsk Podlaski/ 9min
„Polska Roadmovie” von Bartosz Grudziecki/ München/ 31min

Die Filmtour bereiste vom 04. bis zum 13. Oktober 2009 verschiedene Städte in Polen und Deutschland. Ziel war es, einen offenen und kritischen Meinungsaustausch anzustoßen und den Dialog zwischen beiden Ländern zu stärken. Die Vorführung fanden im Rahmen des internationalen Projektes „FilmTour Polska-Deutschland 2009“ statt, einer Zusammenarbeit der Vereine Ahoj Nachbarn! und GFPS Polska, die von MitOst e.V.,der Europäischen Kommission, dem deutsch-polnischen Jugendwerk und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gefördert wird.

Alle Filme sind mit englischen Untertiteln.
21.01.2010, Lothringer 13 (S-Bahn Roseinheimer Platz)
Einalss 19:00, Beginn 19:30
Eintritt frei!

www.bartosz.grudzieci.com

www.lothringer13.de

www.ahojnachbarn.eu

www.gfps.pl

www.mitost.org

Prof. Dr. Arnd Schneider, University of Oslo
Zum Dialog zwischen Ethnologie und Gegenwartskunst
Vortrag am Dienstag, den 19. Januar 2010, 11:15 Uhr
Akademie der Bildenden Künste München, Erweiterungsbau, Raum E.01.23 (Vortragsraum 1. Stock)

Arnd Schneider ist seit 2007 Professor für Social Anthropology an der University of Oslo. Er unterrichtete vorher an der University of East London und war Senior Research Fellow an der Universität Hamburg sowie Gastprofessor an der University of Texas at Austin (1994), der University of Colorado in Boulder (1996), dem Center for International Studies, University of Aalborg (1997), der UNAM, Mexico (1998), und der SUNY, New Paltz (2004). Er war Co-organisator der internationalen Konferenz „Fieldworks: Dialogues between Art and Anthropology“ an der Tate Modern, London in 2003. In 2007 organisierte er das internationale Symposium „Art/Anthropology: Practices of Difference“ am Museum
of Cultural History, University of Oslo, und in 2008 kuratierte er (with Cecilie Øien) die Ausstellung “The World Kaleidoscope: Images and Objects from Fieldwork in Anthropological Research”, in der Galleri Sverdrup, University of Oslo. In 2009 organisierte er (mit Caterina Pasqualino, CNRS) das internationale Symposium „Performance, Art and Anthropology“ am Musée du Quai Branly, Paris.

Die Film AG zeigt am Dienstag, den 19. Januar, um 20.00 Uhr in Raum E006, HgB:

Mein Herz sieht die Welt schwarz - Eine Liebe in Kabul

von Helga Reidemeister
Deutschland 2009, 87 Min

Hossein und Shaima lieben sich seit ihrer Kindheit. Der Krieg reißt sie als Halbwüchsige auseinander. Im kabul der 90er Jahre finden sie sich wieder. Die Armut zwingt Hossein, im Krieg zu kämpfen. Hossein wird querschnittsgelähmt durch Granatsplitter. Wenig später wird Shaima als vierte Ehefrau an einen 40 Jahre älteren Mann verkauft und wird schwanger. Shaimas Ehemann bleibt die Hälfte des Brautgeldes schuldig. Deshalb holt ihr Vater sie zurück in die patriarchalische Enge seiner Familie, wo sie mit ihrer inzwischen 5jährigen Tochter noch heute lebt. Das hindert die beiden Liebenden nicht, sich gegen den strikten Willen ihrer Familien so oft wie möglich zu sehen. Sie träumen von einem gemeinsamen Leben in Frieden.
In Bedrängnis und Angst vor drohender Rache der streng mittelalterlichen Stammesgesetzen folgenden männlichen Mitglieder beider Familien versuchen Hossein und Shaima unter schwierigsten umständen ihre Liebe zu leben.

Die Filmemacherin Helga Reidemeister wird anwesend sein und steht für eine anschließende Diskussion zur Verfügung!

Moderation: Julia Bayer
Quelle: 17. Januar 2010 | Fachschaft, Film AG | No Comments »

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