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Die Film-AG zeigt am Dienstag, den 24. Juni um 20h00 in Raum 1.05:
Der Koch, der Dieb, seine Frau, und ihr Liebhaber
von Peter Greenaway
In Zusammenhang mit dem Seminar: “Essen und Identität aus transkultureller Sicht“.

“Ich wollte ein Kino der Ideen machen, nicht der Plots, und die gleiche Ästhetik nutzen wie die Malerei, die schon immer den formalen Aspekten Struktur, Komposition und Umrahmung viel Beachtung schenkte.” So Peter Greenaway über seine Philosophie als Filmemacher. DER KOCH, DER DIEB, SEINE FRAU UND IHR LIEBHABER ist kein Plot-Film. Es ist ein Bild-Film. Jede Szene ist grandios in Szene gesetzt, jede ein Gemälde für sich, beherrscht von den barocken Elementen der Üppigkeit und Verschwendungssucht auf der einen Seite und Vergänglichkeit und Verwesung auf der anderen. Das schwer zugängliche Werk überschreitet die Grenze zwischen Genuß und Übermaß, Sex und Lust kulminieren in Ehebruch, Essen in Völlerei, Macht wird zu Gewalt und Folter. Der Schauplatz ist ein edles Gourmet-Restaurant, in dem der Koch dem Dieb und seiner ungehobelten Meute von Freunden erlesene Dinner serviert. Der Dieb ist ein vulgärer, gewalttätiger Tyrann, der in der Kontroversen auslösenden ersten Szene des Films einen Mann mit Exkrementen einreibt, und der Gefallen daran findet, seine schöne Frau - gespielt von der wunderbaren Helen Mirren - vor seinen Kumpanen und anderen Gästen zu demütigen. Einer dieser Gäste ist ein stiller Buchhändler, der zum Liebhaber der Frau wird, und beide leben ihre verbotene Lust zwischen den einzelnen Gängen in der Küche aus, mit Wissen und unter den Augen des Kochs. Lange bleibt die Affäre der beiden nicht unentdeckt, und eine denkwürdige Flucht führt sie in die Buchhandlung, die durch ihre stillen, gedeckten, leisen Töne einen Gegenpol zur üppigen, bunten, verschwenderischen Welt des Restaurants bildet. Die Idylle währt jedoch nicht lange; ein Mord geschieht, und der Film endet mit der ultimativen Vergeltung, die für manch einen eine schockierende Auflösung sein mag. Brillant gespielt und verschwenderisch ausgestattet, läßt der Film, wie alle Werke des passionierten Malers Greenaway, bei jedem Mal neue Details entdecken. Die Kostüme wurden von Jean-Paul Gaultier entworfen, und jedes Mal, wenn eine Figur die Szene betritt, ist sie anders gekleidet. Kein Einwegfilm, und sicherlich nicht ganz einfach, doch es lohnt sich, einen kleinen Blick auf die komplexe Welt des Künstlers Peter Greenaway zu werfen - auch wenn DER KOCH, DER DIEB, SEINE FRAU UND IHR LIEBHABER nur einen kleinen Einblick gewähren kann. DON

Quelle: www.ruhr-uni-bochum.de/skf/archiv/Filme%20WS01-02/Der%20Koch.htm

Produktion: England / Frankreich / Niederlande 1989 Regie: Peter Greenaway Drehbuch: Peter Greenaway Kamera: Sacha Vierny Musik: Michael Nyman Schauspieler: Michael Gambon, Richard Bohringer, Helen Mirren, Alan Howard, Tim Roth Technik: 35mm, Farbe, 125 min

Die Film-AG zeigt am Dienstag, den 17. Juni um 20h00 in Raum 1.05:

von Ang Lee
Taiwan / USA 1994 chines. OmdU / 123 Min

EAT DRINK MAN WOMAN bildet den Abschluss von Ang Lees ironisch so bezeichneter “Father-knows-Best” — Trilogie (Pushing Hands 1991, Das Hochzeitsbankett 1993). Unsentimental und humorvoll zeigt Lee, wie die scheinbar unauflösbaren Widersprüche zwischen der traditionellen chinesischen Gesellschaft und der modernen westlichen Welt innerhalb der Familie aufeinanderprallen.
Essen und Liebe sind die zentralen Themen dieser sinnenfroh inszenierten Familiengeschichte, die Alltag, Kochkunst und Kommunikationsprobleme eines verwitweten Meisterkochs und seiner drei erwachsenen Töchter im Taipeh der 90er Jahre beschreibt. Während die jungen Frauen mit unterschiedlichem Erfolg um ihr berufliches und amouröses Glück kämpfen, durchlebt der Vater eine Lebenskrise, die schließlich im Verlust seines Geschmackssinns gipfelt. Der sonntägliche Mittagstisch, um den sich die Familie zum vom Vater nach allen Regeln der Kunst zubereiteten Essen versammelt, wird dabei zunehmend zum Zwangsritual.
Virtuos inszenierte Kochsequenzen machen diese feinsinnige Beziehungsstudie zu einer gaumenkitzelnden Hommage an die taiwanesische Küche.

(Quelle:http://www.koki-freiburg.de/2002/0602/taiwan.html#eatdrink)

Die Film AG zeigt am Dienstag, den 10. Juni um 20h00 in Raum 1.05 zwei Filme

von HFF-Studentinnen:

„SPÄTER“

Wie beeinflusst die Gegenwart die Zukunft? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es und welche werden wahrgenommen? Was sind die Pläne und Ziele, die in unserer Generation kursieren? StudentInnen am Übergang zwischen Universität und Berufsleben erzählen, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Die Stimmen sind begleitet von Aufnahmen der Räume, in denen sie gegenwärtig leben.
Der Film lief im Göttingen International Ethnographic Film Festival 2008.

Farbe, HD, 14 Minuten
Regie, Buch: Marie Schwarz
Kamera Reinhard Gossmann
Produktion: WDR

„fort sein“

Eine Gruppe Kinder fährt für zwei Wochen ins Ferienlager. Für manche ist es das erste Mal alleine weg von zu Hause. Aber darum geht es ja. Der Film erzählt, wie es sich anfühlt an diesem Ort zu sein. Von der älteren Stockbettnachbarin, die einen ins Lästern einweist, von der Taschenlampe, die nicht funktioniert, von Briefen, die nicht eintreffen, und von Spitznamen, die man nicht loswird. Und davon wie die Zeit rumgeht.

Farbe, Mini DV, 35 Minuten
Regie, Buch, Kamera: Susanne Quester und Marie Schwarz
Produktion: HFF München

Marie Schwarz und Susanne Quester werden anwesend sein!

Die Film-AG zeigt am Dienstag, den 27. Mai 2008 in Raum 1.05 um 20h00 s.t.:

Sans Soleil von Chris Marker

Der Film Sans Soleil (1983) von Chris Marker ist eher experimenteller Essay-Film als Dokumentation und doch ist sein Inhalt dokumentarischer Art. Die Bilder beruhen auf Aufnahmen, die Marker bei seinen Weltreisen der 50er und 60er Jahre selbst filmte - in Japan, Madagaskar, Island, Paris und America. Der Film begründet eine neue Form, Realität filmisch zu erfassen. Er begnügt sich nicht damit, Bildinhalte zu beschreiben, sondern ordnet sie in ihre größeren historischen und kulturellen Zusammenhänge ein.

Die Bilder, die Marker verwendet, verbinden den touristischen Blick mit dem dokumentarischen. Man sieht Bilder von Ritualen, Militärzeremonien, Gebete in einem japanischen Schrein für die verschwundene Hauskatze, danach die Erschießung einer Giraffe in Afrika. Die Verbindung dieses disparaten Materials schafft der Kommentar, der die Annäherung eines empfindsamen Kammeramannes an seine Arbeit beschreibt. Grundlage dafür sind die fiktiven Briefe des ebenfalls fiktiven Kameramannes Sandor Krasna. Er philosophiert über die Natur der menschlichen Erinnerungen, Bilder und die Produktion von Geschichte. Wir folgen dem Inneren einer Kunstfigur und begeben uns mit ihr auf die Spur des Gedächtnisses und deren Umgang mit der Vergangenheit. Wir erleben seine Auffassung von Glück und sein schmerzliches Scheitern, Emotionen an den Zuschauer zu vermitteln.

Marker ist Mit(st)reiter der Nouvelle Vague und Montagetheoretiker, sein Film verbindet Bilder assoziativ, der Zuschauer wird dabei zum Interpret. Markers Zugang zur Wirklichkeit ist subjektiv und kreativ, aber nicht unwahr.

Dauer: 100 Minuten
Englisch ohne Untertitel

Die Theatergruppe “Die Deutanten” wird am 16. und 17. Juli 2008 das Stück “Der zerbrochene Krug” im Institutsgarten aufführen.

Ihr solltet Euch diesen Termin unbedingt vormerken, da die Aufführungen der Debutanten sehr gut sind. Man erinnere nur an die großartige Umsetzung von “American Beauty” und dem “Sommernachtstraum” !

Die Film-AG zeigt am Dienstag, den 20. Mai 2008 in Raum 1.05 um 20h00 s.t.:

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Echt krass, wa?

Die Berliner Kellerkids 9 Jahre später

Dokumentarfilm von Juliane Schuhler

Was ist aus den Jugendlichen geworden, die sich 1998 täglich um Kellerclub 119 in Berlin-Hellersdorf trafen? Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren, die gekifft haben, weil sie Langeweile hatten, die geklaut haben, um sich Drogen kaufen zu können und die von einer Zukunft träumten, die ihnen Geld, Achtung und ein bürgerliches Leben bringen sollte?

„Kiffen, Klauen, Lebensträume“ hieß der erste Film.

Nach neun Jahren hat Juliane Schuhler fünf von ihnen noch einmal besucht. Haben sich ihre Träume von damals erfüllt? Haben sie es geschafft, haben sie den Weg in die Gesellschaft, in eine „bürgerliche Existenz“ gefunden?

Der Film zeigt ihr Leben heute, ihre Schicksale zwischen Drogen und Knast, Alkoholismus, Abstürzen und schwierigen Freundschaften, aber auch ihren großen Willen, an sich zu arbeiten, um die Herausforderung von Ausbildung, Beruf und Partnerschaft zu bestehen.

Buch und Regie: Juliane Schuhler,
Kamera: Ralph Hackner,
Ton: Peter Preuß,
Schnitt : Vera van Appeldorn,
Mischung: Adrian Hartmann;
Redaktion: Christel Hinrichsen
Erstsendung: 2008
Produktionsjahr: 2007
Länge: 89′38′

Juliane Schuhler wird anwesend sein!

Die Film-AG zeigt am Dienstag, den 29.04.08 um 20h00 in Raum 1.05, Oettingenstraße 67:

FIMBO YA BABA

(Der Stock des Vaters)

A PANGANI STORY

Regie: Chande Omar, Buch: Vera Pieroth, C. Omar, Kamera: Hussein Seif Dadi, Musik: Zanzibar Sanaa Group, Msanja Group Pangani
| Tansania 2006 | OmeU | 84 Min. |

Amina, ein junges Suaheli-Mädchen wird durch ihren Vater gezwungen, einen wohlhabenden, aber HIV-infizierten alten Mann zu heiraten. Für Amina bedeutet dies, abrupt ihre Schulbildung und ihre ehrgeizigen Zukunftspläne aufzugeben. Im Laufe der Jahre findet sich die junge Frau nicht nur in der Rolle als sorgende Mutter, sondern auch als Pflegerin des sterbenskranken Mannes wieder. Besonders dramatisch wird ihre Lage, als die Familie des Mannes sie anklagt, für das Schicksal ihres Gatten verantwortlich zu sein. Nach dessen Tod wird sie von diesen Verwandten als mittellose Witwe vor die Tür gesetzt und muss alles, ihre eigenen Habseligkeiten ebenso wie die Kinder zurücklassen. Als sie in ihrer Verzweiflung noch entdeckt, dass auch sie mit HIV infiziert ist, begegnet sie ihrem Vater – und etwas Unerwartetes passiert…

Der Spielfim “Fimbo ya Baba” wurde 2006 auf Initiative der tansanischen NGO UZIKWASA gedreht. Die Geschichte basiert auf einem Theaterstück, das 2004 auf dem World Aids Tag Festival in Tansania aufgeführt wurde.

“Fimbo ya Baba” spielt in Pangani, einem Ort an der tansanischen Küste. Der Regisseur Chande Omar und der Produzent Augustin Hatar sind namhafte Vertreter der kleinen tansanischen Film-und Fernsehszene. Die Laien- oder semi-professionellen Schauspieler kommen aus Pangani.

Der Film hat auf mehreren Festivals Preise gewonnen. Auf dem Kenya FilmFestival wurde er z.B. als bester ost-afrikanischer Film ausgezeichnet und das National Film Comitee Tanzania wählte ihn als tansanischen Beitrag für die Kategorie “Foreign Language Film” der Academy Awards (Oscar) aus.

Im Anschluß wollen wir gerne über den Film diskutieren.

Eine ehemalige Praktikantin der NGO UZIKWASA wird anwesend sein und über den Kontext des Filmes und seiner Entstehung Auskunft geben können.

Du hast keine Lust mehr Deine DVDs alleine im ‚stillen Kämmerlein’ zu gucken?
Du willst Deine Lieblingsfilme mit Kommiliton/Innen und anderen Filminteressierten auch unter ethnologischen Gesichtspunkten anschauen?

Dann komm zur Film-AG und schlag Deine Filme vor!

Wir sind ein lockerer Kreis von Studierenden, die sich für ethnologische Filme und Diskussionen darüber interessieren.

Wir suchen immer wieder neue Leute mit neuen Filmen und neuen Ideen: beispielsweise Technikworkshops, Open-Air-Kino,…Alles kann, nichts muss!!!

Wir suchen Dich!

Treffen zum Kennenlernen, Filme und Ideen sammeln:

Montag, den 21.04. um 19:30 Uhr
Oettingenstraße, Raum 1.14

Und den ersten Film gibt´s dann gleich am Tag drauf:

DUKA’S DILEMMA (2002) von Jean Lydall und Kaira Strecker

Dienstag, den 22.04. um 20 Uhr
Oettingenstraße, Raum 1.05
87min.

Wir freuen uns auf Euch!

Eure Film-AG

Die Film-AG zeigt am Dienstag, den 22. April
in Raum 1.05 um 20h00 s.t.:

Duka’s Dilemma
Besuch in Hamar, Südäthiopien

Duka, verheiratet und Mutter von 5 Kindern, lebt in Hamar in Süd-Äthiopien. Seit ihr Ehemann eine junge und hübsche zweite Ehefrau geheiratet hat, ist Duka verunsichert. Zwar ist es in Hamar erlaubt, mehr als eine Ehefrau zu haben, aber nur selten heiraten Männer tatsächlich mehr als eine Frau. Duka fragt sich, ob ihr Mann sie zu alt findet oder er von ihrer chronischen Malaria abgestoßen ist. Mit der neuen Frau kann Duka wenig anfangen: sie ist still und drückt selten ihre Gefühle aus, außer wenn sie in Wut gerät. Und zu alledem kommt hinzu, daß Dukas Schwiegermutter Ärger macht. Auf intime Weise schildert der Film das Familiendrama um Duka, das in der Geburt des ersten Kindes der zweiten Frau und in einem Streit seine Höhepunkte hat, bei dem neun Monate später Dukas Schwiegermutter mit ihrem Sohn in Konflikt gerät, was schließlich zum Bau eines zweiten Hauses führt. Duka, ihr Mann, ihre Schwiegermutter und die Zweitfrau äußern ihre Meinungen vor der Kamera im Verlauf der Ereignisse, die schließlich zu einem guten Ende führen.

Von: Jean Lydall und Kaira Strecker
Erscheinungsjahr:    2002
Dauer: 87 min

Quelle: http://www.iwf.de/iwf/do/mkat/details.aspx?Signatur=C+7051

Die Film-AG zeigt am Dienstag, den 29. Januar um 20h00 s.t. in Raum 1.14:

Vagabunden Karawane

ein Film von Werner Penzel

Eine Reise nach Indien mit der Gruppe Embryo
Was wir suchen, finden wir unterwegs…

Ende der 70er Jahre reiste die Gruppe Embryo acht Monate von München bis nach Madras und zurück. Embryo zählt zu den innovativsten deutschen Musik-Bands, deren Anliegen die interkulturelle Kommunikation ist. Während ihrer selbstorganisierten Abenteuerreise begegnete die Gruppe in der Türkei, Afghanistan, Pakistan und Indien fremden Kulturen und deren Musik. Der Film dokumentiert in ausdrucksstarken Bildern, den kulturellen Austausch, aber auch die Strapazen der Reise sowie die gesellschaftliche und politische Realität der jeweiligen Länder.

Sprachen: Deutsch mit englischen Untertiteln
Laufzeit: 115 Minuten
Produktion: 1978/79
Bildformat: 4:3 PAL

Christian Burchard, Leiter der Musikgruppe Embryo und Doris Wedemeier, Kamerafrau, werden anwesend sein!

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